Standard & Latein

Klassisch - Elegant – Die Standard Tänze



Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep zählen zu den Standardtänzen. Die Tänzer bewegen sich raumgreifend, je nach Tanz mehr oder weniger schnell. Dabei ist der Tango ein Schreittanz, die anderen Tänze werden als Schwungtänze bezeichnet. Weiteres Merkmal der Standardtänze ist der Körperkontakt, durch den die Tanzpartner ohne Unterbrechung verbunden bleiben, was Geschicklichkeit, Balance und Gefühl erfordert.

Feurig – Die lateinamerikanischen Tänze



Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive zählen zu den lateinamerikanischen Tänzen. Anders als in den Standardtänzen, bei denen in erster Linie das Paar gemeinsam den Tanz interpretiert, steht hier die aufeinander abgestimmte Bewegung der einzelnen Tänzer im Vordergrund.
Langsamer Walzer
Ursprünglich wurde er in den USA als langsamere Form des Wiener Walzers getanzt, daraus entwickelte sich in England der Langsame Walzer. Andere Quellen geben allerdings auch den österreichischen Landler als „Urvater“ des Langsamen Walzers an. Das Schwingen zur schmelzenden Musik macht ihn zum "Tanz des Herzens".

Tango
Reisende der oberen gesellschaftlichen Klassen brachten den Tango von ihren Reisen von Argentinien und Uruguay nach Paris. Die dortige konservative Oberschicht empfand den Tanz als „wild“ und „anstößig“ und wollte eine weitere Verbreitung verhindern.

Slowfox
Die linearen Schrittmuster basieren auf natürlicher Gehbewegung und sind gerade deswegen musikalisch und technisch sehr anspruchsvoll.

Quickstep
Dieser Tanz gehört zu den afroamerikanischen Tänzen und gilt als "der Champagner unter den Tänzen": perlend in seinen langgestreckten Bewegungen und spritzig in seinen Hüpfschritten.

Wiener Walzer
Der Wiener Walzer ist der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze. Der Walzer war zunächst wegen Unzüchtigkeit (z. B. weil die Fußknöchel der Damen sichtbar waren), aber vor allem wegen der ständigen Berührung der Paare, verpönt. Offizielle Akzeptanz und sogar Beliebtheit gewann er durch den Wiener Kongress 1814/15. Die berühmten Musikstücke von Josef Lanner, Johann Strauß (Vater) und Johann Strauß (Sohn) machten ihn zu einer respektierten musikalischen Gattung.
Die hohe Geschwindigkeit und die ständige Drehbewegung machen den Wiener Walzer zu einem anspruchsvollen und sehr anstrengenden Tanz.
Samba
Der/die Samba wurde von afrikanischen Sklaven nach Brasilien gebracht. Typisch sind die schnellen Hüftbewegungen und das Bouncen (Vor-und-Zurück) des Unterkörpers.

Cha-Cha-Cha
Der Cha-Cha-Cha wurde in Kuba erfunden und avancierte in den USA über Nacht zu einem Modetanz. Cha-Cha-Cha-Musik ist heiter und unbeschwert. Der Tanz ist ein amüsanter und koketter Flirt zwischen den Tanzpartnern, die in frechen offenen und geschlossenen Figuren miteinander spielen.

Rumba
Die Rumba stammt ebenfalls aus Kuba. Die besondere Charakteristik liegt im Spiel zwischen Mann und Frau, ein spannender Flirt zwischen den Tänzern, der das Publikum miteinbezieht.

Paso Doble
Der Paso Doble kommt aus Spanien und ist die tänzerische Interpretation des Stierkampfes. Der Herr tanzt den Torero, die Dame stellt das rote Tuch, eine Flamencotänzerin oder den Schatten des Toreros dar.

Jive
Der Jive ist wieder afroamerikanischen Ursprungs. Er wurde von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht, wo er bei der Jugend schnell sehr beliebt wurde, bei der älteren Generation jedoch als „ordinärer“ Tanz galt. Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Charakteristisch sind offene Figuren, diverse Kicks und Twists.
Die fünf Standardtänze bilden mit den fünf Lateintänzen das Welttanzprogramm, das bei Tanzturnieren gezeigt wird. Diese zehn Tänze werden in unserem Klub gezeigt und geübt.